Bericht Herren II (30.01.2011, Espace-Arena, Biglen)
UHC Blumenstein II - UH Zulgtal Eagles III 6 : 4
UHC Blumenstein II - UHC S.D. Heimberg 8 : 8
Match 1, UH Zulgtal Eagles III
Erst nach etwa 15 Minuten konnten wir gegen den Tabellenletzten, der sich gegenüber der Vorrunde merklich gesteigert hat, erstmals skoren. Das 2:0 Pausenresultat war verdient, wenn man sich eine Führung mit mehr Spielanteilen verdienen kann.
Nach der Pause folgte der Anschlusstreffer zum 2:1 und im Boxplay der Ausgleich zum 2:2. Dieser Ausgleich war wohl nötig, damit wir aus der Reserve kamen und das Spieldiktat in die Hand nahmen. Blumenstein zog vorentscheidend weg, auch die Herausnahme des Torhüters durch die Zulgtaler hatte nicht mehr als die Verkürzung um ein Tor zur Folge. Die budgetierten zwei Punkte konnten ins Trockene gebracht werden, wobei Pfosten und Latte uns heute wohlgesinnt waren. Wir beklagten zwei Pfostenschüsse und ein nicht gegebenes Tor, während die Eagles zwei Mal am Pfosten und vier Mal an der Latte scheiterten. Der Seedorf-Goalie war als Schiedsrichter dieses Spiels immer auf der Höhe und pfiff stark.
Match 2, UHC S.D. Heimberg
Das Spiel stand im Zeichen der Revanche für die peinliche Niederlage des letzten Turniertags. Die Heimberger, deren Saisonziel ein Tabellenplatz im vorderen Tabellendrittel ist (also unter den ersten 3.33?), lagen bis zu diesem Turnier (und auch danach sowie auch am Ende der Saison, jede Wette!) hinter ihren Erwartungen zurück und brauchten gegen uns nach der Niederlage gegen Rüeggisberg ein Erfolgserlebnis. Es wurde das erwartet beidseitig kampfbetont geführte Derby. Wir teilten aus und blieben auch bei Halten, Klammern, Kneifen und Stockschlägen ohne Ende mehrheitlich ruhig, während Heimberg wie immer austeilte und wie immer Nehmerqualitäten vermissen liess – das (mit Ausnahme einiger Akteure) ligaweit bekannte und unbeliebte weil gehässig-weinerlich auftretende Ensemble at it’s best.
Unsere Führung zum 1:0 wurde ausgeglichen und Heimberg konnte auf 3:1 davonziehen. Wir liessen uns davon nicht beeindrucken und kehrten das Spiel, so dass wir kurz vor Schluss mit 7:4 vorne lagen. Es ist wohl zu gleichen Teilen Unvermögen wie Pech, dass die Abschlüsse der Heimberg allesamt von Erfolg gekrönt waren und wir den Ausgleich kassierten. Etwa anderthalb Minuten vor Schluss folgte gar der Führungstreffer für die Heimberger. Röifli eilte aus dem Tor und es wurde ein 4-3 aufgezogen, in welchem Schwarzenbach zum umjubelten Ausgleich traf. Wir suchten in den letzten Sekunden immer noch 4-3 spielend den Totalerfolg, der uns leider missgönt war.
Fazit: 3 Punkte, 1 Tor Rückstand auf Platz 2. Capitano war sehr zufrieden. In einer fast zehnminütigen Rede in der Garderobe belobigte er die einwandfreie Leistung an diesem Sonntag. Angefangen beim pünktlichen Eintreffen aller Akteure bis zur Huldigung der genialen Spiele liess er kein Highlight aus und der geneigte Betrachter sah in einigen Augen Tränen der Freude und des Stolzes. Die Spieler lagen sich samt und sonders in den Armen und schworen sich, noch jahrzehntelang dem Unihockeysport zu fröhnen und in brüderlicher Allianz verbunden zu bleiben. Insbesondere Capitano tat sich mit einer langfristigen Vertragszeichnung hervor und rief, mit einem scharfen Messer wild fuchtelnd und einem leichten Anflug von Wahnsinn in den Augen, zur kollektiven Blutsbruderschaftszeremonie auf.
Bericht: David Ben-Gurion
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