Bericht Herren II (20.03.2011,Espace-Arena, Biglen)
UHC Blumenstein II - UHC Brienz 8 : 5
UHT TV Wohlen BE II - UHC Blumenstein II 9 : 4
Nach einer kurzen Nacht besammelten wir uns in aller Herrgottsfrühe und bei klirrender Kälte in der geliebten Espace Arena in Biglen. Kurz nach Ankunft wurden wir dann darüber informiert, dass wir das kleinere Spielfeld zugeteilt erhalten, ohne jegliche Sturzräume und mit angrenzender Tribüne. Im ersten Spiel trafen wir auf die Brienzer, die uns in der Vorrunde mit 16:5 vom Platz gefegt hatten. Wir hatten also eine Rechnung offen und waren motiviert, ihnen diese Demütigung heimzuzahlen.
Das Spiel begann gut, Gusset traf mit einem herrlichen Slapshot zum 1:0. In der Folge konnten wir den Vorsprung auf 2:0 ausbauen. Wie bereits im Hinspiel konnten wir allerdings diesen Vorsprung nicht halten, Brienz kam bis zur Pause auf 2:2 heran. Besonders herauszuheben ist die Linie Dietrich, Gusset und Peter, die einige sehenswerte Kombinationen zum Besten gab und die Brienzer zuweilen wie Schulbuben aussehen liessen. Sänä brachte nach der Pause anstelle von Peter Jänu Svenu Achermann, der gleich das Score eröffnete. In der Folge führten wir immer mindestens mit 2 Toren Unterschied. Wir spielten defensiv sehr diszipliniert und kassierten keine Strafen, weshalb es den läuferisch schwachen, aber schussstarken Brienzern nicht gelang, uns auf den Pelz zu rücken. Kurz vor Ende des Spiels wurde es beim Stand von 7:5 noch einmal heiss, nachdem die wütenden Angriffe der Brienzer in einem skandalösen Check an Bieli brandeten und sie schlussendlich auf 4 gegen 3 umstellten. Dieser Versuch schlug allerdings fehl und wir konnten den letzten Treffer ins leere Tor einschieben. Ein grosser Verdienst trug Goalie Neuhaus bei, der einige sehenswerte Paraden zeigte und im richtigen Moment blitzschnell verschieben konnte. Alles in allem gingen wir als verdiente Sieger vom Platz und konnten uns für die hohe Niederlage rehabilitieren.
First Star: Simon Gusset, 3 Goals
Second Star: Sven Achermann, 2 Goals, 1 Assist
Third Star: Christoph Neuhaus
Genie und Wahnsinn liegen bekanntlich nahe zusammen. Ein (weiterer) Beweis dafür ist der Match gegen die Wohlener. Bereits nach weniger als einer Minute lagen wir 0:1 hinten, nach weiteren zwei Minuten stand es 0:3, wir standen also sprichwörtlich im Regen. Immerhin hatte es Wohlen auf 3 Torschüsse gebracht, die zum Teil durch Pfiffe des Schiris hätten unterbunden werden müssen (dreimaliger Stockschlag vor dem 0:3). Da wir zusehends dem Wahnsinn verfielen, welches in zweiter Linie dem Schiri Daniel Bieri zu verdanken ist, ging auch kein Ruck durch das Team und alles kam noch schlimmer: Schiri Bieri sprach eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Handspiels aus (nachdem der Ball das Spielfeld etwa um 2 Meter verlassen hatte; da es aber keine Sturzräume hatte, flog er zurück ins Spiel). In der Folge konnte Wohlen Powerplay spielen, welches sie ausnützten. Zur Pause stand es 1:5, unser Spiel gleichte einem Gruselkabinett, es war nichts als brüchtiges Stückwerk, wir wirkten fahrig und entwickelten keinen Spielfluss. In erster Linie uns selbst zuzuschreiben, in zweiter Linie der haarsträubenden Spielleitung des Referees. Nachdem ein paar Minuten im zweiten Abschnitt ohne sichtbare Verbesserung verstrichen, spielten wir 4 gegen drei, welches allerdings in einem Gegentreffer endete, ohne überhaupt die minimste Torgefahr zu kreieren. Die Meisterleistung des Schiris war unser zweites Tor: ein Lattenschuss, der meilenweit vor der Torlinie abprallte. Daneben zeigte sich das Speakerpult als völlig überfordert: die Matchuhr lief, wenn das Spiel unterbrochen war, und war gestoppt, als wir spielten. Alles in allem ein Match zum vergessen. Der Bad Beat hatte uns von Anfang an im Würgegriff und liess uns nicht mehr los. Begonnen mit der unglaublichen Effizienz der Wohlener über Scharmützel unter den Spielern bis zum inferioren Spielleiter ein rabenschwarzer Tag.
First Star: Röiflis Brustpanzer
Second Star: Bielis Zwerchfell
Third Star: Daniel Bieri
Bericht: Ujifalusi
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